Die Unimog Tour 2026 machte deutlich, worauf der Erfolg des Fahrzeugkonzepts seit Jahrzehnten basiert: seine Vielseitigkeit. Erst durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Aufbauherstellern entsteht die große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, die den Unimog in zahlreichen Anwendungsbereichen zu einem leistungsfähigen Arbeitsgerät macht.
In Melk, Innsbruck und St. Veit an der Glan präsentierten Unternehmen wie Aebi-Schmidt, Allroundmaster, Ecotech, Empl, FMG, Kahlbacher, Mulag, Nusser, Reiter-Luttnig, Springer und SSF ihre Lösungen auf Basis des Unimog. Die gezeigten Fahrzeuge deckten Einsatzbereiche vom Winter- und Sommerdienst über Mäharbeiten bis hin zu Feuerwehr- und Spezialanwendungen ab und verdeutlichten, wie flexibel sich der Unimog an unterschiedlichste Anforderungen anpassen lässt.
Ein Schwerpunkt lag dabei auch auf den technischen Weiterentwicklungen des Unimog Geräteträgers. Der Großteil der ausgestellten Fahrzeuge war mit dem neuen UNI-TOUCH® Bediensystem ausgestattet. Der 10,5-Zoll-Touchscreen mit frei belegbaren Funktionstasten ermöglicht die schnelle Anpassung an unterschiedliche Einsätze. Ergänzt wird das System durch eine verschiebbare Mittelkonsole und den optionalen Multifunktions-Joystick, die den Bedienkomfort erhöhen. Zur Serienausstattung zählen außerdem eine Start-/Stopp-Taste, neue Türbedienfelder und die Zentralverriegelung.
Mit dem Fahrantrieb EasyDrive ist bei einer Reihe der ausgestellten Fahrzeuge ein schneller Wechsel zwischen Schaltgetriebe und hydrostatischem Fahrantrieb während der Fahrt möglich und erlaubt stufenloses Arbeiten bis 50 km/h. In Verbindung mit der Load-Sensing-Hydraulik passt der Unimog Öldruck und Fördermenge automatisch an den Leistungsbedarf der angebauten Geräte an. Komfortlenkung und Kühlerschnellreinigung gehören bei den gezeigten Geräteträgern ebenfalls zur Ausstattung.
Für Arbeiten entlang von Straßen und Fahrbahnrändern wurde zudem die VarioPilot® Wechsellenkung vorgestellt. Dabei können Lenkrad und Pedalerie auf die rechte Fahrzeugseite versetzt werden. Gemeinsam mit dem kurzen Vorbaumaß verbessert dies die Sicht auf Frontanbaugeräte und den Arbeitsbereich unmittelbar neben dem Fahrzeug.
Auch beim Thema Sicherheit erfüllt der Unimog aktuelle Anforderungen. Aufmerksamkeits- und Verkehrszeichen-Assistent, Sideguard Assist 2, Frontguard Assist sowie die Vorrüstung für ein Alkohol-Interlock-System unterstützen den Fahrer im täglichen Einsatz. Front- und Rückfahrkameras sorgen zusätzlich für Übersicht bei Arbeits- und Rangierfahrten.
Besonders sichtbar wurde die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten an zwei Fahrzeugen für Feuerwehr- und Spezialeinsätze. So zeigte FMG ein Feuerwehrfahrzeug auf Basis eines Unimog U 327. Die Ausstattung mit Hilfsladefläche, Planenaufbau und Ladebordwand folgt einem klaren Ansatz: ein robustes und langlebiges Arbeitsgerät für den täglichen Einsatz.
Einen völlig anderen Schwerpunkt setzte SSF mit einem Unimog U 5023. Das nur 2,85 Meter hohe Fahrzeug wurde ursprünglich für den Untertagebau entwickelt und verfügt über einen Hiab-Kranaufbau sowie eine spezielle Kranabstützung für anspruchsvolles Gelände. Künftig wird es für den Reifenwechsel an Radladern im Bergbau eingesetzt.
Die Tour zeigte damit eindrucksvoll, dass der Unimog weit mehr ist als ein Kommunalfahrzeug. Seine Stärke liegt in der Möglichkeit, unterschiedlichste Anwendungen auf einer gemeinsamen Fahrzeugbasis abzubilden – vom Freischneider bis zum Feuerwehrfahrzeug und vom kommunalen Einsatz bis zu Spezialaufgaben unter Tage. Genau diese Einsatzvielfalt stand im Mittelpunkt der Unimog Tour 2026.